Manchmal fragen wir uns, ob die Ingenieure bei 8849 (der High-End-Sparte von Unihertz) überhaupt Grenzen kennen, oder ob sie einfach nur testen, wie viel Technik man physikalisch in ein Gehäuse pressen kann, bevor es platzt. Mit der „Tank“-Serie haben sie sich bereits einen Namen für Smartphones mit absurd großen Akkus und hellen Camping-Lampen gemacht, die eher an Werkzeugkoffer erinnern als an moderne Kommunikationsmittel.

Doch das neue 8849 Tank X setzt dem Ganzen die Krone auf. Es ist nicht einfach nur ein robustes Outdoor-Smartphone, sondern das weltweit erste Rugged Phone mit einem integrierten 1080p DLP-Laser-Projektor. Wir haben uns die Specs dieses Technik-Monolithen angesehen, der ab dem 1. Februar für Vorbesteller verfügbar sein soll, und erklären, warum dieses Gerät eine völlig eigene Kategorie eröffnet.
Das Highlight: Echtes Kino in der Wildnis
Smartphones mit Beamer sind spätestens seit den Vorgängermodellen der Tank-Reihe bekannt und beliebt. Das Tank X spielt jedoch in einer neuen Liga. Während das bisherige Flaggschiff, das Tank 4 Pro, beispielsweise noch eine Auflösung von 1280 x 720 Pixeln unterstützte, verbaut 8849 im Tank X einen vollwertigen Full-HD (1920 x 1080 Pixel) DLP-Projektor.
Das ändert das Nutzungserlebnis fundamental. Statt einfacher HD-Auflösung bekommt man ein gestochen scharfes Bild. Mit 220 Lumen Helligkeit ersetzt das Gerät im abgedunkelten Zelt oder Camper tatsächlich einen Fernseher. Der Hersteller gibt an, dass der Projektor dank des riesigen Akkus im Hochhelligkeitsmodus bis zu 5 Stunden durchhält. Im Nachtmodus sind sogar 6 Stunden drin. Das reicht locker für zwei bis drei Spielfilme am Stück.
Zwei Upgrades machen den Beamer dabei erst richtig alltagstauglich: Ein Laser-Autofokus stellt das Bild zwischen 0,5 und 3 Metern blitzschnell scharf, während die Trapezkorrektur (±40°) hilft, wenn das Handy auf unebenem Waldboden steht. Damit man den Film auch hört, verbaut 8849 einen Smart PA Lautsprecher mit 97 dB Lautstärke, laut genug, um gegen das Prasseln von Regen auf dem Zeltdach anzukommen.
Akku & Licht: Autarkie mit dem Tank X
Was nützt der beste Beamer, wenn nach einem Film Schluss ist? Genau hier spielt das Tank X seine DNA aus. Es kommt mit einem 17.600 mAh Akku.
Um das einzuordnen: Das ist etwa die vierfache Kapazität eines iPhone 15 Pro Max. Damit lassen sich laut Hersteller bis zu 65 Stunden telefonieren oder tagelang per GPS navigieren. Und wenn der riesige Energiespeicher doch mal leer ist? Dank 120 Watt Schnellladen ist er in nur 70 Minuten wieder voll. Natürlich fungiert das Gerät via Reverse-Charging auch als Powerbank für andere Gadgets.
Ein weiteres Feature, das oft übersehen wird: Auf der Rückseite sitzt eine 1.200 Lumen starke Campingleuchte. Damit ersetzt das Handy die Laterne beim Zeltaufbau komplett. Für Notfälle ist zudem ein RGB-Warnlicht integriert, das sogar einen Sirenen-Ton simulieren kann.

Technik & Kameras: Keine Kompromisse bei der Leistung
Oft sparen Outdoor-Handys am Prozessor oder Display. Nicht hier. Frontseitig blickt man auf ein 6,78 Zoll FHD+ Display, das mit 750 Nits hell genug für den Außeneinsatz ist und dank 120 Hz butterweich scrollt. Eine Besonderheit: Es ist ein PWM-freies LCD-Panel, was bei langen Sitzungen deutlich augenschonender ist als viele OLEDs.
Unter der Haube arbeitet der MediaTek Dimensity 8200 (4nm), ein sehr potenter 5G-Prozessor, unterstützt von 16 GB RAM und 512 GB Speicher. Überraschend modern: Das Gerät wird direkt mit Android 15 ausgeliefert, eine echte Seltenheit im Rugged-Segment.
Auch das Kamera-Setup liest sich wie ein Wunschzettel. Die Hauptkamera nutzt den bewährten 50 MP Sony IMX766 Sensor, der auch in vielen anderen Flaggschiff-Smartphones steckt. Flankiert wird er von einer 64 MP Nachtsichtkamera, die dank vier Infrarot-LEDs auch bei völliger Dunkelheit sieht. Abgerundet wird das Paket durch eine 8 MP Tele-Kamera mit 3,4-fachem optischen Zoom.
Das Schweizer Taschenmesser: GPS und Tools
Ein Outdoor-Smartphone muss mehr können als nur Netflix projizieren. Das Tank X setzt auf Dual-Band GPS (L1 + L5). Im Gegensatz zum Standard-GPS, das im dichten Wald oft ungenau ist, ermöglicht die L5-Frequenz eine Positionierung auf 1–2 Meter genau.
Dazu kommt eine ganze Armada an Sensoren und Software-Tools: Kompass, Barometer, Höhenmesser und sogar eine Unterwasserkamera-Funktion sind an Bord. Für die schnelle Bedienung mit Handschuhen gibt es gleich zwei programmierbare Tasten, die sich frei belegen lassen, etwa für die Taschenlampe oder Push-to-Talk.
Das Tank X ist ein echtes Schwergewicht

Wir müssen über den Elefanten im Raum sprechen: die Physis. Das Tank X misst rund 3,2 cm in der Dicke und wiegt stolze 750 Gramm. Man muss sich das klarmachen: Das ist kein Handy für die Jeans-Tasche. Es ist so dick wie vier normale Smartphones übereinander.
Das Tank X ist ein Ausrüstungsgegenstand, ein Werkzeug. Wer es kauft, kauft es bewusst für den Rucksack, das Handschuhfach oder die Werkzeugkiste. Es ist IP68/IP69K zertifiziert, also wasser- und staubdicht, und überlebt auch Stürze. Wobei wir uns bei 750 Gramm Eigengewicht eher Sorgen um den Fliesenboden machen würden als um das Handy.
Fazit: Konkurrenzlos in seiner Nische
Das 8849 Tank X ist konkurrenzlos. Es gibt schlichtweg kein anderes Gerät auf dem Markt, das diese Kombination aus riesigem Akku, brauchbarer High-End-Performance, Android 15 und einem echten 1080p-Beamer bietet.
Für den normalen Büro-Alltag ist es zu schwer und zu klobig. Aber für spezifische Gruppen ist es das ultimative Schweizer Taschenmesser der Digitalisierung. Camper profitieren von Kino am Lagerfeuer und integriertem Flutlicht in einem Gerät, ohne Zusatz-Equipment schleppen zu müssen. Handwerker werfen Baupläne direkt an die Rohbau-Wand. Und auch bei nächtlichen Touren kommen Nutzer dank Nachtsicht und präzisem Dual-Band-GPS voll auf ihre Kosten. Wer bereit ist, das Gewicht zu tragen, bekommt hier maximale Unabhängigkeit.






















