Nach ihrer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne, die ihre Finanzierungsziele deutlich übertroffen hat, ist die Trek Fieldwatch von UBIQ inzwischen regulär erhältlich. Die junge Marke aus Singapur positioniert sich bewusst abseits klassischer Militärästhetik: Statt gedeckter Farben und nostalgischer Zitate setzt die Trek-Serie auf moderne Materialien, technische Details und ein lebendiges, eigenständiges Design. Eine Field Watch, die nicht nach Ausrüstungskiste aussieht, sondern als zeitgemäße Toolwatch verstanden werden will.
Gehäuse und Ergonomie: Leichtbau aus Titan

- Silberne Modelle erreichen eine Oberflächenhärte von bis zu 1200 HV,
- die DLC-beschichteten Varianten (schwarz) liegen bei rund 600 HV.
Durch diese Materialwahl bleibt die Uhr konsequent leicht: Am Nylonband bringt sie lediglich 58 g auf die Waage, mit optionalem Titan-Gliederband sind es nur 89 g. Im Alltag sorgt das geringe Gewicht dafür, dass die Trek selbst über längere Zeit kaum spürbar ist – ein klarer Vorteil für eine Field Watch, die als dauerhafter Begleiter gedacht ist.
Zifferblatt und Varianten: 3D-Lume und fünf Farben
Ein prägendes Designmerkmal der Trek Fieldwatch von UBIQ sind die custom-cast 3D-Lume-Blöcke aus Swiss Super-LumiNova BGW9. Sie verleihen dem Zifferblatt eine ausgeprägte räumliche Tiefe und sorgen zugleich für eine sehr gute Ablesbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen.
Während die Varianten Blackmint, Orangepop und Aqualight auf klassische leuchtende Indizes setzen, bieten die Modelle Coralglow und Reefglow ein Full-Lume-Zifferblatt. Bei diesen Varianten leuchtet das gesamte Blatt im Dunkeln großflächig, was für eine spektakuläre Optik und maximale Ablesbarkeit sorgt. Das Zifferblatt ist gestuft aufgebaut und verfügt über einen äußeren Ring mit 24-Stunden-Skala, was den funktionalen Charakter der Uhr zusätzlich unterstreicht.

Ein besonderes Detail findet sich auf der Minutenskala: Der letzte Strich vor der 12-Uhr-Position ist farblich hervorgehoben und verweist symbolisch auf 23:59 Uhr, einen Zeitpunkt, der im militärischen Kontext häufig als Ende eines Einsatztages verstanden wird. Ein kleines, eher konzeptionelles Detail, das gut zur Fieldwatch-Anmutung passt, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Die Trek-Serie umfasst derzeit fünf Varianten und es wäre nicht verwunderlich, wenn UBIQ dieser schönen Uhr künftig noch weitere verpasst:
- Blackmint: Schwarzes DLC-Gehäuse, schwarzes Blatt, türkis-gelbe Akzente.
- Orangepop: Leuchtendes Orange, optional als Full-Lume-Variante.
- Aqualight: Hellblaues Zifferblatt mit silbernem Gehäuse.
- Coralglow: Schwarzes DLC-Gehäuse mit kräftigem grünen Zifferblatt.
- Reefglow: Eine weitere farbintensive Option mit silbernem Gehäuse.
Antrieb: Wahl zwischen Automatik und Mechaquartz

UBIQ lässt dem Träger die Wahl zwischen zwei bewährten japanischen Uhrwerken, die unterschiedliche Nutzungsschwerpunkte abdecken.
Zum Einsatz kommt entweder das Miyota 9039 Automatikwerk, ein flaches High-Beat-Kaliber mit 4 Hz, Sekundenstopp und einer Gangreserve von rund 42 Stunden, oder das Seiko VH31 als Mechaquartz-Alternative.
Letzteres kombiniert die Alltagstauglichkeit eines Quarzwerks mit einem schleichenden Sekundenzeiger, der sich in vier Schritten pro Sekunde mit 2 Hz bewegt und damit bewusst die Anmutung einer mechanischen Uhr aufgreift. So spricht die Trek sowohl Puristen an, die Wert auf klassische Uhrentechnik legen, als auch Nutzer, die maximale Robustheit und Wartungsarmut bevorzugen.
Ausstattung und Preis der UBIQ Trek
Die Trek Fieldwatch von UBIQ ist bis 100 Meter wasserdicht und verfügt über eine verschraubte Krone, was sie problemlos alltagstauglich und unempfindlich gegenüber Regen, Spritzwasser oder gelegentlichem Eintauchen macht. Ausgeliefert wird sie serienmäßig mit einem Armband aus recyceltem Marine-Kunststoff sowie einem zusätzlichen Nylon-Durchzugsband, womit UBIQ sowohl Nachhaltigkeit als auch Flexibilität im Alltag adressiert.
Optional ist ein Titan-Gliederband erhältlich, das mit einer integrierten Schnellverstellung ausgestattet ist und sich ohne Werkzeug anpassen lässt. Preislich positioniert sich die Trek im mittleren Segment: Die Mechaquartz-Variante mit Seiko VH31 liegt bei rund 260 Euro, die Automatikversion mit Miyota 9039 bei etwa 399 Euro.

Fazit: Technisches Design trifft auf sommerliche Frische
Die UBIQ Trek ist eine der spannendsten Neuvorstellungen im Bereich der kompakten Tool-Watches. Besonders die Varianten Reefglow und Aqualight mit ihrem silbernen Titangehäuse sind echte Hingucker, die durch ihre lebendigen Farben aus der Masse hervorstechen. Wer normalerweise eher zu klassischen schwarzen Zifferblättern greift, wird hier durch die gelungene Kombination aus technischem Design und frischer Optik positiv überrascht.
Die Fachpresse bestätigt diesen Eindruck: Neben der eigenständigen Designsprache wird in vielen Reviews vor allem der hohe Tragekomfort gelobt, denn die Uhr ist am Handgelenk kaum spürbar. Die Wahlmöglichkeit beim Uhrwerk erweist sich zudem als faires Angebot für unterschiedliche Nutzerprofile. Ein Ansatz, den man sich auch bei anderen Microbrands häufiger wünschen würde, da er unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten und Prioritäten Rechnung trägt.
Zusammenfassend ist die UBIQ Trek ein durchdachtes Werkzeug für den Alltag, das durch Materialwahl und Liebe zum Detail sowohl Sammler als auch pragmatische EDC-Nutzer anspricht. Bei mir reiht sie sich jedenfalls ganz weit oben auf der Wunschliste ein.
















