Gerade erst haben wir mit dem CMB Predator V4, dem Vosteed Xeno oder den Olitans Ti-Aero und Olitans Ti-Bomber ein paar wunderschöne neue Titan Folder vorgestellt, da stellt sich die Frage: Was steckt eigentlich in der anderen Hosentasche? Wer sein Everyday Carry ernst nimmt, achtet in der Regel auf Abstimmung. Und wer Titan beim Messer sagt, muss eigentlich auch Titan beim Stift sagen. Der neue OKnife B1 Ti Titanium EDC Pen ist genau die Antwort darauf. Ein Schreibgerät, das optisch überzeugt und dessen Mechanik den Spieltrieb befriedigt.

TC4 Titan: Gebaut für die Ewigkeit
Der von OKnife neu vorgestellte B1 Ti besteht aus TC4 (Grade 5) Titan. Das ist derselbe Werkstoff, den wir auch bei hochwertigen Messern finden. Das Finish ist hier besonders erwähnenswert: Es ist keramikperlengestrahlt (ceramic bead-blasted). Das sorgt nicht nur für einen edlen, metallischen Schimmer, sondern macht die Oberfläche auch extrem unempfindlich gegen Fingerabdrücke und Kratzer.
Die Maße sind dabei der Sweetspot: Mit einer Länge von ca. 120 mm (4.74 Zoll) und einem schlanken Durchmesser von 10 mm (0.39 Zoll) ist er groß genug für langes Schreiben, aber kompakt genug für die Coin-Pocket der Jeans oder den EDC-Organizer. Mit rund 31 Gramm liegt er satt in der Hand, ohne das Hemd oder die Hosentasche auszubeulen.
Smart Clip-Action & Ergonomie
Klassische „Kulis“ drückt man oben. Bolt-Action-Stifte schiebt man an der Seite. Der B1 Ti geht einen anderen Weg: Er nutzt einen integrierten Smart Clip-Activated Mechanism. Das bedeutet, der gesamte Taschenclip fungiert als Schalter. Man drückt den Clip nach unten, um die Mine auszufahren, und ein kleiner seitlicher Druck (oder erneutes Schieben) lässt sie wieder verschwinden. Das eliminiert sperrige Bauteile und sorgt für eine extrem cleane Silhouette.
Damit man beim Schreiben nicht abrutscht, hat OKnife an der Griffzone dezente Anti-Slip-Rillen eingefräst. Sie bieten Grip, ohne die minimalistische Optik zu stören.
Stealth Spinner: Ruhe im Kopf
Apropos Meetings: Wem das Klicken zu laut ist, der findet am Kopfende des Stifts ein weiteres Feature. Die Kappe ist kugelgelagert und fungiert als Stealth Fidget Spinner. Man kann den Stift also in der Hand drehen oder das Kopfstück rotieren lassen – und das mit einem sehr sanften, unaufdringlichen Geräusch. Ein nettes Detail, das zeigt, dass OKnife (die Messer/Tool-Sparte von Olight) die Zielgruppe versteht: Wir wollen Dinge, mit denen man spielen kann, um den Kopf frei zu bekommen.
Schreiben: O-Refill und G2-Standard
Bei aller Liebe zum Titan-Gehäuse: Ein Stift muss schreiben. OKnife liefert den B1 Ti mit ihrer eigenen O-Refill Mine aus, legt aber direkt noch eine zweite Ersatzmine mit in die Box. Das ist vorbildlich.
Technisch gesehen handelt es sich dabei um das international genormte Parker G2 Format (ISO 12757-2). Das ist ein riesiger Pluspunkt für alle, die spezielle Vorlieben haben:
- Wer lieber mit Gel schreibt, kann problemlos zur passenden Olight O-Gel oder der beliebten Schmidt EasyFlow 9000 greifen. Beide passen per Plug-and-Play.
- Wer auch im Weltraum (oder über Kopf) schreiben will, greift zur Fisher Space Pen Mine (PR-Serie). Diese passt ebenfalls perfekt, solange man den weißen Plastik-Adapter nutzt, der den Minen meist beiliegt.
Fazit: Der logische Begleiter
Der OKnife B1 Ti ist weit mehr als ein einfacher Bürostift. Die Kombination aus keramikgestrahltem TC4 Titan, dem intuitiven Clip-Mechanismus und der Standard-Minen-Aufnahme macht ihn zu einem der spannendsten EDC-Stifte in der Preisklasse unter 100 Euro. Auch wenn ich privat oft den Silver Fox Tools EDC Neo Pen dabei habe, muss ich zugeben: Der OKnife ist eine verdammt starke Alternative, die dank des Spinners sogar noch etwas mehr Spieltrieb befriedigt. Wer bereits Titan in der Tasche trägt, sei es ein Messer oder eine Taschenlampe, findet hier das fehlende Puzzlestück für ein Full Titanium Carry.





















